Wer sich für seine Vorfahren interessiert, befragt am besten zuerst die eigenen Verwandten. Hat vielleicht schon jemand die Ahnen erforscht oder einen Stammbaum gezeichnet? Welche alten Familienbüchlein, Fotoalben, Tagebücher oder Erbverzeichnisse sind vorhanden?
Einige Forschungen sind im Staatsarchiv oder der Kantonsbibliothek Aargau frei zugänglich. Auch in Archiven anderer Kantone sowie bei der Schweizerischen Landesbibliothek in Bern können Unterlagen eingesehen werden, manche Daten sind online abrufbar.
Ab 1876 sind im Aargau Zivilstandsregister geführt worden, seit 1818 Bürger- und Familienregister. Dazu gibt es Kirchenbücher, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Daten zur eigenen Person sind ohne besondere Bewilligung zugänglich: dazu gehören die Lebensdaten von Vorfahren und Nachkommen. Auch über die Verwandtschaft des Ehegatten darf in den Registern recherchiert werden. Anlaufstellen sind die regionalen Zivilstandsämter, im Zurzibiet mit Standorten in Bad Zurzach und Leuggern.
Staatsarchiv und Kantonsbibliothek bieten für Interessierte verschiedene Kurse an: eine «Genealogie-Werkstatt», eine «Lesegruppe für alte Schriften» sowie ein «Forum Heraldicum» zu Familienwappen. Die Kurse finden im Rahmen des Freiwilligenprogramms von Bibliothek und Archiv Aargau statt und sind kostenlos.
